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20. August 2017

Kompostwürmer - andere Methode der Wurmhumusernte

Vor ein paar Tagen war es mal wieder so weit: Wir Kompostwürmer hatten reifen Wurmhumus produziert. Unser Substrat war durchgefressen und zusammen mit dem von uns verwerteten Futter in beste Wurmerde verwandelt.

Alle paar Monate müssen wir Kompostwürmer von unserem durchgefutterten Substrat befreit werden. Dann, wenn wir das Substrat in Wurmhumus verarbeitet  haben  und der Wurmhumus  reif zur Ernte ist. Er ist dann dunkelbraun bis schwarz und krümelig.

Eine solche Ernte haben wir bei unserem Menschen bereits zweimal mitgemacht. Aber diesmal war es anders. Unser Mensch hat uns einfach mitarbeiten lassen: Etwa knapp zwei Wochen vor der Ernte hat er in unserer Kiste kräftig herumgewuselt. Anschließend mussten wir unser Futter suchen?

Was hatte er gemacht? Er hatte unser ganzes Futter auf eine Seite der Kiste geräumt. Das sah dann so aus:
Wurmkiste vor der Wurmhumusernte
Er hatte uns außerdem vor der Umräumaktion extra weniger Futter gegeben, damit wir danach zum Futter wandern. Deshalb ist auf dem Bild oben so wenig Futter zu sehen.
Nach der Umräumaktion hat er einige Tage gewartet, damit möglichst viele von uns den neuen Futterplatz finden konnten.

3. Juni 2016

Wo kommen die Babys in der Wurmkiste her?

Die Babys werden auch bei uns Kompostwürmern nicht vom Klapperstorch gebracht.

Wir wachsen vielmehr in einem Ei heran, aus dem wir schlüpfen, wenn wir reif dafür sind. Das befruchtete Ei wird vom Wurm nach der Paarung abgelegt und von einem Kokon geschützt. Jeder Kokon beeinhaltet bei uns Dendros immer nur ein Ei. Und meistens schlüpft pro Ei auch nur ein Baby-Wurm.

So wie auf dem Bild kann ein Kokon aussehen. Als Größenvergleich liegt ein Streichholzende daneben.

Kokon neben Streichholzende

Der Kokon hat je nach Alter eine unterschiedliche Farbe und wird bis zum Schlüpfen immer dunkler. Die kleinen, weißen Stückchen, die Ihr auf dem Bild sehen könnt, sind Eierschale.

Vom Ablegen des Kokons bis bis zum Schlüpfen des Baby-Wurms vergeht je nach Temperatur und anderen Bedingungen der Umgebung (z.B. Feuchtigkeit, vorhandene Nährstoffe) unterschiedlich viel Zeit, ab etwa 20 Tage bis Ende offen. Der Baby-Wurm kann sogar "warten" bis zum Schlüpfen, bis sich die Bedingungen verbessert haben, z.B. wenn es zu kalt ist bis es warm genug ist.

Kokons mit dunkler Farbe an der Oberfläche sind oft bereits leer. Wir legen unsere Kokons zum Schutz vor Fressfeinden nämlich meistens einige Zentimeter unter der Oberfläche ab.

Update: Übrigens, damit wir Komostwürmer geschlechtsreif werden und auch bleiben, brauchen wir in unserem Futter auch Mineralien. Diese sind in den herkömmlichen Küchenabfällen, die wir in unserer Kiste bekommen, oft nicht ausreichend enthalten. Deshalb haben wir zu diesem Thema am 25. August 2016 einen eigenen Post verfasst: Kompostwürmer benötigen Mineralien .